Die Erfindung des Vibrators als Komödienstoff? Der geübte Kinogänger erwartet Deftiges, wenn nicht gar Zotiges und geht mit Skepsis in den Film. Die, das ist rasch klar, muss nicht sein. Es gilt eine handfeste Komödie zu belachen, die sich erfreulicherweise… Weiterlesen →
Shakespeare lässt grüßen. Der bei ihm entlehnte Titel deutet auf die Ermordung von Julius Cäsar und damit das Thema des Films: die öffentliche Abschlachtung eines Politikers. Somit ist von Anfang an klar, dass alles Lächeln, mit dem die Geschichte anhebt,… Weiterlesen →
Werner Schroeter ist einer der wenigen fundamentalen Künstler des deutschen Films gewesen. Er hat nicht „mit den Mitteln des Films“ seine Geschichten erzählt, er hat einen besonderen, filmischen Blick auf einige große, fast zu große Dinge entwickelt: Liebe, Leidenschaft, Einsamkeit,… Weiterlesen →
Heroische Feiglinge Auch die NS-Täterseite war ständig von einer Suizidwelle erfasst / Christian Goeschels aufschlussreiche historiographische Studie zum „Selbstmord im Dritten Reich“ Statistiken haben etwas Verführerisches an sich. Aus Zahlen, Kurven und Verläufen spricht eine scheinbar objektive Gewissheit und die… Weiterlesen →
Für mehr als Sex Der Berliner Literaturwissenschaftler Peter Menninghaus hat sich auf den Pfad von Charles Darwin begeben. Am Ende seines brillanten Buches bleibt Kunst dann aber doch Kultur. Macht es einen Unterschied, ob der Pfau ein Rad schlägt oder… Weiterlesen →
Die Deportation Tausender französischer Juden – Kinder und Greise, Frauen und Männer – im Jahr 1942 wurde in Frankreich über Jahrzehnte verdrängt. In den letzten Jahren jedoch gab es einige Versuche, das Thema öffentlich zu diskutieren, sich mit der Schuld… Weiterlesen →
Als ich aufwuchs, stand der Name Angela Davis als Synonym für den Freiheitsdrang für die Farbigen in den USA. Black Power war das Schlagwort. Dass die Gesellschaftswissenschaftlerin Davis für den Freiheitsdrang aller Menschen in aller Welt stand, wurde in der… Weiterlesen →
Es gehört zum guten Ton, Tom Cruise nicht zu mögen. Zugegeben: Das fällt einem leicht. Seine öffentlichen Auftritte, etwa bei Pressekonferenzen, haben ihn nicht selten in ein alles andere als angenehmes Licht gerückt. Hinzu kommt seine angebliche oder wirkliche Mitgliedschaft… Weiterlesen →
Tante Minnys Hütte: Gute Unterhaltung durch schwarze Dienstmädchen und weiße Zicken Der sehenswerte Weihnachts-Wohlfühl-Film zur Rassentrennung besticht durch seine Schauspieler. Lauter Cocktail-Kleider, lauter Parties, lauter Friseurtermine. Lauter geangelte Ehemänner und lauter angestellte Negerinnen. Das ist das Leben der weißen Damen in… Weiterlesen →
Nach dem Uraufführungserfolg während der Internationalen Filmfestspiele Berlin im Februar kommt diese erfrischende Dokumentation jetzt endlich in die Kinos. Überraschung, Überraschung: Es gibt noch handfeste Playboys, Kerle, die vor Geld und sexueller Vitalität nur so strotzen, und die beides hemmungslos… Weiterlesen →
Nanni Moretti ist offenkundig kein praktizierender Katholik. Das hat er schon in einigen seiner Filme deutlich gemacht. Als bekannt wurde, dass er einen Film um den Papst drehen würde, rechneten viele mit einer wütenden Abrechnung mit der Kirche als Institution…. Weiterlesen →
Verrückt, genial, durchgedreht, überzogen, lächerlich – nach der Uraufführung dieses spanischen Films unter seinem Originaltitel „Balada triste de Trompeta“ im Vorjahr beim Internationalen Filmfestival Venedig schwirrten die verschiedensten Begriffe durch die Reihen der Kritiker. Kalt gelassen hatte der furiose Rückblick… Weiterlesen →
Der Schriftsteller Eugen Ruge hat für seinen DDR-Roman den Deutschen Buchpreis 2011 gewonnen. „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ sollte man lesen. Hier die Rezension von Jörg Magenau: Die Menschen auf alten Fotos können nichts dafür, doch sie rücken auf werkwürdige… Weiterlesen →
Meldung: Bei einer feierlichen Gala hat die Kreisstadt Neunkirchen den 1. „Günther Rohrbach Filmpreis“ verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an die WDR-Produktion „Unter dir die Stadt“ (Regie: Christoph Hochhäusler) mit Nicolette Krebitz in der Hauptrolle. Dazu ein Essay… Weiterlesen →
Wo Teejungen und Transvestiten hausten Megalopole am Bosporus: Im siebten Band der Corsofolio-Städtereihe gehen die Autoren auf Spurensuche in einem untergehenden Istanbul „Aus der Ferne glich Istanbul der sagenhaften orientalischen Metropole, die wir hatten besuchen wollen. Minarette, Kuppeln, Türme schimmerten… Weiterlesen →
Zeit ist Geld. – Der alte Kapitalisten-Slogan wird hier höchst originell illustriert: Die Handlung spielt in der Zukunft. Unsterblichkeit ist Alltag. Was gar nicht schön ist, droht doch die Überbevölkerung zum Chaos zu führen. Also wird Zeit teuer. Nur wer… Weiterlesen →
Ein Mann ohne Name, ohne wirklich greifbares Gesicht, ohne Persönlichkeit: er (Mark Ivanir) ist Personalmanager einer Großbäckerei in Israel. Seine Ehe ist im Eimer, die Tochter hält ihn für einen kompletten Versager. Ein Schlaffi, der lustlos durchs Leben schlurft. Da… Weiterlesen →
„Jane Eyre“ von Charlotte Brontë schon wieder als Film? Den Roman haben wir doch nun schon oft genug bebildert im Kino verschlungen. Und dann auch noch ein US-amerikanischer Regisseur, Cary Fukunaga? Ich habe dem Film mit Skepsis entgegen gesehen. Und… Weiterlesen →
Auf der Suche nach dem Imperium Die 6. Kunstmesse Contemporary Istanbul lieferte interessante Einblicke in die Umbrüche in Nahost The Empire Project. Das heruntergekommene Eckhaus vis-à-vis von Istanbuls zentralem Taksim-Platz sieht nicht so aus, als ob man von hier auszöge,… Weiterlesen →
Der Titel eines Buches von Werner Röhr macht schlechte Laune: „Abwicklung“. Man ist auf eine erneute Darstellung des schäbigen Verfahrens gefasst, in dem westdeutsche Kommissionen über die wissenschaftlichen Einrichtungen der DDR herfielen und diese nach den Vorgaben politischer Instanzen und… Weiterlesen →
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