Über die deutsche Kinolandschaft, ihre Bewohner und deren Konsumverhalten Den Kinobesitzern geht es anscheinend gut. Allein mit ihrem Ticketverkauf haben sie im vergangenen Jahr 989 Millionen Euro erwirtschaftet – deutlich mehr als zuvor. Und dies bei einem Besucherrückgang um immerhin… Weiterlesen →
Das Filmfestival Locarno widmet 2012 seine große Retrospektive Otto Preminger. Er war ein Despot, doch das Publikum liebte ihn. Otto der Schreckliche Manchmal lässt sich über einen Menschen nur Schlechtes sagen. Zum Beispiel über den Filmregisseur Otto Preminger (1905-1986)…. Weiterlesen →
Rummelplatz ist abgebrannt Eine Filmdiskussion mit vielen Leerstellen und romantischen Deckadressen Dominik Graf verspürt eine ungestillte Sehnsucht in sich. Er wünscht sich „Spektakel, brüllendes Gelächter, Jahrmarkts-Schock“ im deutschen Kino und verwünscht im Gegenzug das neue deutsche Qualitätskino. Eine vornehme Umschreibung… Weiterlesen →
Das vergessene Geheimnis Szabos bunter Bilderbogen Am Anfang explodiert der Schnaps. Die Destille des alten Aaron Sonnenschein fliegt sehr schön durch die Luft. Sein Sohn Emmanuel findet das schwarze Buch mit der geheimen Rezeptur des Schnapses »Sonnenschein« in den Trümmern,… Weiterlesen →
Geschichte und Geschichten Der letzte DEFA-Film Der Volkspolizist bricht ein großes Stück der blaue Pappe heraus. »So kommen Sie bis zur Werkstatt« sagt er mitfühlend zu der Fahrerin.
Ein ungeschriebener Film Die junge Frau tastet sich, die Taschenlampe in der Hand, durch die Dunkelheit. Irgendwo in diesem verdammten Haus ist das Büro von diesem Kaminski und dort sind, vielleicht, die Papiere, die ihre Mutter belasten, vielleicht mit einem… Weiterlesen →
Die liebe Seele Ein Film für Leute, die »kafkaesk« nervig finden Es ist kein guter Tag für Craig Schwartz. Der Marionettenspieler tingelt auf der Straße mit »Heloise und Abelard«, vielleicht, dass er träumt, seine Ehe wäre so, da bekommt er… Weiterlesen →
Der Prinz von Auschwitz Roberto Benigni gelingt ein Wunder Guido, der virtuose Kellner und Dr. Lessing, der traurige Arzt, lieben es, in Rätseln zu sprechen. Für den Deutschen ist es eine Besessenheit, seine einzige womöglich. Der Italiener gönnt sich eine… Weiterlesen →
Schön und sehr weit droben Ein wunderschönes Kunst-Stückchen Dieses Lied beginnt immer gut. „The Minute you walked in the joint….“ Eine Frau hämmert einem Mann erbarmungslos das Bewußtsein ihrer sexuellen Souveränität entgegen: „Hey Big Spender“. Und es ist, als würde… Weiterlesen →
Japan hat eine besondere Stellung in der Kulturgeschichte des ausgehenden Jahrhunderts: es dient als Beweis für grenzenlose Assimilation an den technischen und ökonomischen Fortschritt und fast ebenso grenzenlose Selbstgleichheit. In Japan ist alles zu finden, was der Amerikaner oder Europäer… Weiterlesen →
Immer wenn ich eine Kritik zu einem Film von John Boorman schreiben will, wird daraus eine Liebeserklärung an eine merkwürdige Art des Kinos. Boorman ist kein „Autorenfilmer“, aber genauso wenig ist er ein Genre-Handwerker. Immer wieder schafft er es, einen… Weiterlesen →
Der Geruch der Sixtinischen Kapelle „Du weißt“, sagt Sean McGuire, der Therapeut, zu Will Hunting, dem Genie, „alles über Michelangelo und die Renaissance. Aber ich wette, du weiß nicht, wie die Sixtinische Kapelle riecht“. Damit hat der kluge Robin Williams… Weiterlesen →
Die Pornographie der Gewalt Das Scheitern des soziologischen Kinos Gegen diesen Film ist nichts, wirklich nichts, vorzubringen. Eine makellose Regie, die die beharrende Intensität des Theater mit der räumlichen Extensität der Kinos verbindet. Außerordentliche Schauspieler, Susanne Lothar, Ulrich Mühe, mit… Weiterlesen →
Die grünen Ungeheuer Burtons verfilmte Sammelkarten Nicht, dass wir keine grünen Männchen mögen. Nicht, daß wir schwarzen Humor nicht liebten. Nicht, daß wir einen Zweifel an der zivilisationskritischen Relevanz des destruktiven Chaos hegten. Es ist nur so, daß Comic-Sammelkarten kein… Weiterlesen →
Das Kino als ein Ort der Stille Andreas Kleinerts schöner, leiser Film neben dem Zeit-Geist Einmal klingelt das neue Telefon, Entschuldigung, ein Versehen. Einmal brennt das Kleid von Sophie und Georg übergießt sie mit Wasser, schade, so hätten wir doch… Weiterlesen →
Taxi Driver und die STVO Schweiger und Liefers are „Knockin‘ on heavens door“ Der Martin hat einen Gehirntumor und der Rudi einen Knochenkrebs, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Til und der Thomas lieben amerikanische Filme. Und darum… Weiterlesen →
Die Bilder mit dem grünen Punkt Die neue Hemmungslosigkeit Die Menschen haben ein Problem, sie sollen ein wenig vernichtet werden, und der gütige Jude ermuntert sie zum kollektiven Gebet. „Ich bin aber kein Jude“ macht einer der Umstehenden geltend. „Nobody… Weiterlesen →
Ein Stammtisch für Millionen John Grisham verkauft „Die Jury“ – und das Thema It’s Showtime. Die Gegner drücken sich die Hand und wechseln einen fairen Spruch. Dann gehen sie in den Ring. Das Kampfgericht, das diesen Fight zu punkten hat,… Weiterlesen →
Vom Glück des Traurigseins Clint Eastwood geht mit Meryl Streep über Die Brücken am Fluss Der Mann hat einen langen Weg hinter sich gebracht. Er hat den Kopf riskiert für eine Handvoll Dollar, und wenn er westwärts zog mit dem… Weiterlesen →
Laute Bilder denken nicht Ein deutscher Film, kitschig und sehenswert Die Kirche zu Feldberg, die Menschen frohgestimmt und die Orgel auch, ein Wettbewerb. Auf der Empore die braven jungen Musici im Sonntagsstaat und Johannes Elias Alder, das Naturwunder von oben… Weiterlesen →
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