Autoren über Kunst und Leben

Autor Georg Seeßlen

Teorema

Kampf der Körper Pier Paolo Pasolinis Film Teorema, der 1968 teils als Skandal, teils als unverständliche Mystik empfunden wurde, ist in Wahrheit ein streng geometrisches Spiel (worauf der Neologismus des Titels anspielt), das verschiedene Antworten auf eine poetische und religiöse… Weiterlesen →

ENTHUSIASMUS! (Dsiga Vertow)

Der Mann mit der Kamera Mit Dsiga Vertovs erstem Tonfilm startet eine DVD-Edition der europäischen Filmmuseen Von Zeit zu Zeit muss die Filmgeschichte neu geschrieben werden. Einerseits, weil wir vielleicht ein paar Scheuklappen verlieren (na schön, es kommen auch wieder… Weiterlesen →

Globale Trostmaschine

Die Telenovela: Ein brandneues, uraltes Format erobert den deutschen Bildschirm. Im Ersten startet „Sturm der Liebe“ Glück gehabt! Kurz bevor es von doofen Langweilern als langweilig und doof abgeschrieben wird, entdeckt das deutsche Fernsehen ein neues Format und macht auch… Weiterlesen →

Prediger der Intimität

Er hat evangelische Demutspose und mediale Spaßgesellschaft in seiner ARD-Talkshow zusammengeführt – jetzt ist Schluss mit „Fliege“ Erfolg in der Medienmaschine entsteht, wenn die richtige Person mit dem richtigen Programmkonzept zur richtigen Sendezeit das richtige Publikum erreichen kann. So weit,… Weiterlesen →

Grinsende Köpfe und fröhliche Arbeiter

Wieder einmal beleidigen Wahlplakate Auge und Verstand. Als wäre unsere Welt nicht hässlich genug, wird sie derzeit wieder von Wahlplakaten beherrscht. An ihnen kann man schön beobachten, wie das geht: einen Begriff, ein Bild und eine Erzählung so zusammenzubringen, dass… Weiterlesen →

Bilder für die Massen

Die prekäre Beziehung von Comics und Film und die dunkle Romantik des Neoliberalismus im neueren Comic-Kino Erzählen in Bildern Am 5. Mai 1895 erschien in der von Joseph Pulitzer herausgegebenen New Yorker Zeitung Sunday World ein Bildstreifen um einen rotzfrechen… Weiterlesen →

Die Ordnung der Bilder

Eine ästhetische Ökonomie der Medien im Kapitalismus ließe sich in fünf Kapiteln erzählen Die Herausbildung der industriell gefertigten popular culture aus Teilen der bürgerlichen Kultur (Melodrama, Roman, Oper, Tafelbild) und Teilen der Volkskultur (Improvisation, Tanz, Volksheldenlegende, Ehrencode); aus Teilen von… Weiterlesen →

Gespenster (Christian Petzold)

MENSCHENKINO In Christian Petzolds „Gespenster“ geht es um die Wirklichkeit des Märchens – oder um das Märchen der Wirklichkeit, wie man es nimmt Die Antwort auf die Niedergeschlagenheit in Mitteleuropa ist Johann Sebastian Bach. Seine Musik öffnet einen hohen Raum… Weiterlesen →

Zum Stand der Dinge zwischen Kino und DVD

Kapitel 1: Traumpalast und Heimkino Eine kurze Geschichte des Films Seit es das Kino, ach was, seit es überhaupt technisch reproduzierte Bilder gibt, gibt es auch zwei entgegengesetzte Formen damit umzugehen: Auf der einen Seite werden die immer eindrucksvolleren, lebensnäheren… Weiterlesen →

Deutschland über alles in Apachen-Land

Rote Brüder, Ost und West Die Indianerfilme aus der DDR und der BRD in neuen DVD-Editionen Ganz Deutschland hatte einen roten Traum. Einen Traum von Freiheit und Gerechtigkeit. Geträumt wurde er im Kino. In Filmen mit Indianer-Helden, die mindestens so… Weiterlesen →

Angriff der Killerscheiben

Das Kino ist durch die Konkurrenz der DVD bedroht. Doch es arbeitet auch fleißig an seiner eigenen Auflösung Das Kino steckt wieder in der Krise. Von einem Besucherrückgang um ein Viertel in diesem Sommer ist die Rede, zehn Prozent sind… Weiterlesen →

Warum Steven Spielberg den „Krieg der Welten“ verfilmen musste, und warum das nur schiefgehen konnte

EIN DIALOG ZWISCHEN FRANZ KAFKA UND WALT DISNEY Familien und Katastrophen In den Jahren, als Steven Spielberg mit dem Weißen Hai Hysterie und Geldregen auslöste, waren die jungen Filmemacher in den USA von einer besonderen Art des Zorns erfasst. Er… Weiterlesen →

Von »Star Wars« nicht berührt zu werden ist unmöglich

Der überfüllte Himmel Kino-Mythos und Neurose: »Star Wars« wird nach dreißig Jahren mit Teil 6 vollendet Erzählen, sagt man, sei eine Funktion der Neurose und andererseits das beste Mittel gegen sie. Die Neurose wiederum wird gern beschrieben als »Entwicklungshemmung«: Man… Weiterlesen →

Jugend ist Leiden

In deutschen Filmen haben es junge Menschen auffallend schwer Unter den Ereignissen und Zuständen eines Menschenlebens gibt es einige, die man nur schwer in Bilder fassen kann, ohne entweder skandalös, peinlich oder trivial zu werden. Neben der Liebe, der Arbeit… Weiterlesen →

Uma Thurman

Venus des Pop Die schräge Karriere der Uma Thurman Wenn irgendein Bild das Kino der letzten Dekade charakterisiert, dann ist es das Gesicht von Uma Thurman, wie es aus dem Plakat zu Pulp Fiction herausschaut. Quentin Tarantino hat aus Thurman… Weiterlesen →

Marsch in die Mitte

Anmerkungen zur Renaissance des politischen Dokumentarfilms Mit Michael Moores neueren Produktionen Bowling for Columbine und Fahrenheit 9/11 ist ein ganzes Genre in die Debatte geraten. Der Dokumentarfilm war nie so erfolgreich wie heute. Und er hat sich schon lange nicht… Weiterlesen →

Die Träumer, die Verrückten und die Schwindler (Terry Gilliam)

Das pragmatische Fantasiekino des Terry Gilliam Amerika, das ist das Abgespaltene eines alten, teils verträumten, teils reaktionären Europas, und Europa, das ist das Verlorene einer teils pragmatischen und teils bigotten amerikanischen Gesellschaft. Reisen hin und herüber sind etwas seltsam Romantisches,… Weiterlesen →

Das Todesspektakel, oder vom tieferen Sinne eines öffentlichen Sterbens

Es ist vorbei. Die Gesellschaft des Spektakels geht nach hause (nicht, dass dort der Fernsehapparat schweigen würde). Schön war es, und jetzt?  „Das Spektakel“, sagt Guy Debord, „kann nicht als Übertreibung einer Welt des Schauens, als Produkt der Techniken der… Weiterlesen →

(Why we don’t love) the men in uniform (Georg Seesslen)

Georg Seeßlen: Eine kurze Geschichte der Bundeswehr Nach der Katastrophe ging alles wieder von vorne los; zum Glück machten wir das hinter unserem eigenen Rücken ab. Es entstand die „Bundeswehr“, die so tat, als wäre sie die zivilisierteste, bürgerlichste und demokratischste… Weiterlesen →

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß (Malte Luden)

Schmerzhafte Familienforschung: Malte Ludins Doku über seinen Vater Wenn man in der Nachkriegszeit aufwuchs, in der ersten, zweiten, dritten Generation im Täterland nach Auschwitz, wurde die Familie oft zu einem sonderbaren Ort des Aufhebens der faschistischen Vergangenheit. Da gab es… Weiterlesen →

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