1. Narren und Menschenfeinde Die Entwicklung eines Typus, der bei Shakespeare und Molière beginnt, der Misanthrop, der bittere Narr, der Unversöhnte, der weiß, dass er keine Chance hat, weder zum Aufstieg noch zur offenen Rebellion. Er nistet sich im Leben… Weiterlesen →
Jean-Pierre Jeunets Filme sind Kitsch. So what. Erstens ist es interessanter als die Grenze zum Kitsch zu ziehen, die Grenzen im Kitsch zu beschreiben. Und zweitens kommt es darauf an, wer welchen Kitsch für wen produziert. Also noch mal: Jean-Pierre… Weiterlesen →
Weihnachten vorbei, puuh. Na, schön konsumiert? Dummes Zeug gekauft für Leute, von denen man im Gegenzug noch dümmeres Zeug bekommt? Oder so was von Freude geschenkt, Wünsche erfüllt, Geschmack getroffen? Die Ware, sagt der olle Marx, ist eine „gesellschaftliche Hieroglyphe“…. Weiterlesen →
Fatih Akins Heimatfilm „Soul Kitchen“, natürlich, ist einer von den Filmen, die es einem leicht machen, sie zu mögen. Man mag die Leute, die darin vorkommen, man mag die Sprache, die sie sprechen, man mag die Dinge, mit denen sie… Weiterlesen →
Eine lange Geschichte vom Fremden im Eigenen und vom Eigenen im Fremden hat einen glücklichen Abschluss gefunden: aus der kolonialistischen Beute-Sammlung ist eine museumspädagogisch ausgefeilten Touristenattraktion geworden… Kapitän Karl Nauer (1874 – 1962) war einer der Seeleute der Kolonialzeit, wie… Weiterlesen →
Pandoras Pixelbüchse James Cameron hat den ersten großen All-in-One-Film für dieses Jahrzehnt gedreht. „Avatar” ist eine kühne Mischung: Fantasy und Western, Wunderwerk und B-Movie, moralisches Statement und visueller Trip Er hat es wieder getan! James Cameron, der sich mit großem Geschick… Weiterlesen →
138 Karteikarten, die entweder ein Roman oder aber verbrannt werden sollten, wurden nun als Nabokovs letzter Roman “Das Modell für Laura” veröffentlicht Jemandem bei der Arbeit zuzuschauen, ist erlaubt, aber ein bisschen unangenehm. Jemandem beim Kochen, Essen oder Aufräumen zuzuschauen,… Weiterlesen →
Unheimlich traurig. Unheimlich schön Ein Filmemacher als bildender Künstler: Das Max Ernst Museum in Brühl entdeckt den ganzen David Lynch Das Grauen, sagt Edgar Allan Poe, kommt nicht aus Deutschland, sondern es kommt aus der Seele. Wenn er damit auch… Weiterlesen →
Botho Strauss ist, ganz und gar zeitgenössisch, ein anti-moderner Schriftsteller. Und so schön sein anti-modernes Schreiben auch ist, meistens, so enervierend kann gelegentlich sein anti-modernes Denken sein. Ich meine: dort wo das anti-moderne Denken umkippt in ein Denken der Anti-Moderne…. Weiterlesen →
Der interessante Versuch eines dokumentarisch-historischen Kriminalromans aus der – tatsächlich – finsteren bayrischen Provinz der fünfziger Jahre Die Vorlage des Films, der True Crime – Krimi von Andrea Maria Schenkel, fand sein Vorbild in den zwanziger Jahren: Auf einem abgelegenen… Weiterlesen →
Bretter, die die Welt ausbeuten Anmerkungen zu einem vernünftigen Möbelmonster Billy ist nichts Besonderes. Aber darin, im Nichts-Besonderes-Sein, war es immer gut. Das Regal, das vornehmlich, aber keinesfalls ausschließlich zur Aufnahme von Büchern geeignet ist, begleitet uns seit 30 Jahren… Weiterlesen →
Der Kaputtmacher Einstürzende Neubauten, Patriotismus und Opferbereitschaft: Roland Emmerich lässt in seinem neuen Film „2012“ mal wieder die Welt untergehen Weltuntergangskino ist perfektes Krisenkino. Seine Höhepunkte entstehen immer dann, wenn nichts mehr voranzugehen scheint und die Traumfabrik gerade keine Ideen,… Weiterlesen →
„Einer der wunderbarsten aller Schriftsteller“ „Für mich ist Poe einer der größten Menschen, die je geboren wurden“, hat Ludwig II. 1882 dem amerikanischen Journalisten Lew Vanderpoole verraten. Für ein einstündiges Gespräch mit Edgar Allan Poe, so Ludwig II. laut Vanderpoole,… Weiterlesen →
Der letzte Sci-Fi Roman Dies ist eine ordentliche Nation sogar ihr Wahnsinn Ist uniformiert (Brian W. Aldiss: Leben-Sein-Haben: Ein Epos in Haiku) Brian Wilson Aldiss, das ist einer von den Schriftstellern, die alle Höhen und Tiefen eines Science Fiction-Autors erlebt… Weiterlesen →
Im zweiten Teil der „Trilogie des Exils“ geht es, wie Regisseur Angelopoulos selber sagt, um „Exil, Trennung, Suche, den Kollaps der Ideologien und das unablässiger Erproben der Historie“ Man kennt sie, die eigenartigen cineastischen Zeitskulpturen des Theo Angelopoulos, und man… Weiterlesen →
Nein, natürlich nicht, sagen die Politiker, Werbefritzen und Fernsehmacher. (Man darf es nur nicht überfordern, man muss es ein bisschen an der Hand nehmen.) Die Vorstellung von einem dummen Volk ist nicht erlaubt, weil es mit einem dummen Volk keine… Weiterlesen →
Wären „Intellektuelle“, meinethalben aufgespalten in traditionelle Intellektuelle und Pop-Intellektuelle, noch in einer benötigten und nutzvollen Position, so lautet die Frage, stellenweise bang gestellt. Interessant sind Intellektuelle, so scheint es, augenblicklich für Mainstream und Mittelkultur nur, wenn sie sich gegenseitig fetzen…. Weiterlesen →
Die schwierigste Frage an die Kunst ist die, ob es sie überhaupt gibt. Sie könnte ebenso gut eine gewaltige Schimäre, ein sich selbst zeugendes, sich selbst kannibalisierendes, ein sich selbst enthaltendes System sein wie, ganz anders, Unterhaltung für besser verdienende,… Weiterlesen →
Nur ein Bruchteil des deutschen Buchmarktes bringt echtes Geld. Autoren hoffen, dass das Netz neue ökonomische Nischen schafft. Wenn sie sich da mal nicht täuschen! Chris Anderson, Redakteur der Zeitschrift Wired, machte 2004 eine bemerkenswerte Beobachtung. Der Großteil aller erzeugten… Weiterlesen →
Das Bild bezahlt seine universale Marktgängigkeit mit dem hohen Preis seiner Auflösung. Auch das stereoskope (3D) Bild wird das Kino nicht retten. Eine erhellende „tour d“horizon“ durch die Sozial- und Mediengeschichte des Kinozeitalters
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