Oskar Roehler ist ein Filmemacher, der etwas riskiert. Das geht, gelegentlich, in Zonen von Intimität und Peinlichkeit, aber immer weiß man, dass etwas auf dem Spiel steht beim Filmemachen, dass es Bilder gibt, die man nicht absichern und nicht zurücknehmen… Weiterlesen →
Alles ist fast wie immer, in diesem Sommer: Die Sonne scheint, der Capuccino schmeckt und ist, zusammen mit einer Focaccia für 2,20 Euro, noch erschwinglich; an manchen Badeanstalten am Meer prangt das Schild „Spiaggia completa“, trotz Preisen zwischen 15 und… Weiterlesen →
Wenn das, was Thilo Sarrazin angestoßen hat, eine „Debatte“ ist, dann ist Dieter Bohlen der Hegel von heute. Anders gesagt: Die Verblödung einer Gesellschaft hat nichts mit Genen zu tun, sondern mit ihrer Medien-Kultur. Und nur in einer ziemlich fortgeschritten… Weiterlesen →
Are we still the good guys? Elias war der Prophet der Besitzlosen. Er erschien an einer ökonomischen Zeitenwende, da das Land des Volkes Israels aufgeteilt wurde unter den Starken und Mächtigen, und die Besitzlosen ins Elend zu fallen drohten. Was… Weiterlesen →
„Die Thesen von Thilo Sarrazin zu Bildung und Zuwanderung sollte man diskutieren, nicht den Autor verteufeln“, schreibt Necla Kelek in der F.A.Z. Na, Bravo! Vielleicht sollte man auch noch mal die Ansprachen eines gewissen Hynkel, alias Charles Chaplin aus „The… Weiterlesen →
Propheten einer neuen Bilderwelt Die Entwicklung der 3-D-Technik im Kino scheint unaufhaltsam – einher geht eine radikale Veränderung des Sehens und des Abbildens Seit etlichen Jahren nun schon wird das Kino von einer neuen Technologie herausgefordert, dem dreidimensionalen oder stereoskopischen… Weiterlesen →
Anmerkungen zum neuerlichen Boom der Behindertenfilme Der japanische Dichter Kenzaburo Ôe, Vater eines geistig behinderten Sohnes, hat sich in seinen Arbeiten immer wieder mit der Frage beschäftigt, was der Umgang mit Behinderten über Kulturen und Gesellschaften aussagt. Seine große These… Weiterlesen →
„Eine Kunst wie die von Christoph Schlingensief ermächtigt nicht nur den Künstler, sie ermächtigt den Menschen gegen die Mikro- und Makrophysik der Macht. Sie beantwortet die Frage: ‚Sind wir noch da?‘ Oder wenigstens stellt sie diese notwendigste aller Fragen.“ Es… Weiterlesen →
Bevor der nächste Sarrazinwesterwellesloterdijk kommt – bescheidene Anmerkungen eines schüchternen Debatten-Liebhabers Debatten müssen sein, ja, ich finde, die Kultur der Debatte ist so ziemlich die höchste Stufe im Handwerk der Kritik, und für beides, die Kultur und das Handwerk, braucht… Weiterlesen →
Blaue Augen, sexuelle Ökonomie & die Kunst des Flaschenbiertrinkens Cameron Diaz hat einen ziemlich großen Mund. Menschen mit großem Mund scheinen dazu begabt, auszusprechen, was andere nicht fertig bringen. Am einfachsten geht das natürlich in der Form der Komödie. Da… Weiterlesen →
„ ‚DOPPELBEGABTER’ = sehr schön. Aber immer noch besser als einfach unbegabt.“ Über Paul Stein zu schreiben ist deshalb so schwierig, weil er selbst so wunderbar unprätentiös-präzis über sich und die Welt geschrieben hat: Ein Künstler, der seine eigene Reflexion… Weiterlesen →
Dr. Söder, Herr Mappus und Mr. Burke Drei große, unscharfe Gedankenkomplexe bestimmen die Geschichte der bürgerlich-demokratischen Gesellschaft, Ableitungen einst unvereinbarer Impulse und Vorstellungen: Aus dem Sozialismus wurde die Sozialdemokratie, die sich immer weniger sozialdemokratisch macht, aus dem Liberalismus eine marktradikale… Weiterlesen →
Auch kleine Fische können beißen. Aber hallo! Piranhas zum Beispiel, Vertreter der Unterspezies der Sägesalmler (Serrasaminae); insbesondere Serrasalmus brandtii und Serrasalamus spilopereura haben, was das schmerzhafte Anfressen von Mensch und Tier anbelangt, einen ganz schlechten Ruf. Aber wie bei den… Weiterlesen →
Zahlreiche Verletzte, 20 Tote, Ohnmacht und Trauma. Kein unabwendbares Schicksal, keine unbegreiflichen Naturkräfte, keine Terroristen und keine Amokläufer. Die Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg wurde hergestellt. Ein unberechenbares Geschehen, das sich aus lauter berechenbaren Umständen entwickelte. Alles wäre vermeidbar… Weiterlesen →
Moving Pictures in a Traffic Jam Bemerkenswerterweise gehören zu den großen Momenten des Films jene, in denen das Bewegungsbild an seine Grenzen stößt. Daher flüchten in Filmen mit maskierten Messermördern die Mädchen stets in Dachböden oder Keller. In Filmen mit… Weiterlesen →
Micmacs – Uns gehört Paris! So eine Geschichte mag man doch: Da wird einem Regisseur wie Jean-Pierre Jeunet ein Mega-Blockbuster-Stoff in den USA angeboten, und „Nö“ sagt der und kehrt lieber in seine französische Heimat zurück um einen weiteren seiner… Weiterlesen →
Vom höchst vorläufigen Sieg der Kleinbürgervampire über das Zombie-Prekariat I Wo man nicht richtig leben kann, da kann man auch nicht richtig sterben. So sind die Untoten unter uns, ganz alte und ganz neue. Je älter die Untoten, desto aristokratischer… Weiterlesen →
Der schwarze Mann Zitrone, Banane… Es war der „schwarze Mann“, der uns seinen Schatten in die Kindheit warf. Noch vor den Atombomben und Autounfällen. Neben Höllen-Drohungen im Religionsunterricht und Monstern in den Comics. Von ihm erreichte uns nur ein warnendes… Weiterlesen →
Man müsste einen Begriff haben von der Natur. Ja, das müsste man. Ist Natur das, was ist, ohne dass der Mensch es gemacht hat? Oder alles das, was man beobachten kann, ohne eine Bildermaschine dazwischen? Wenn man die Natur näher… Weiterlesen →
Unsereiner – also jene Personen, denen ein Bergwald gar nicht einsam genug, eine Kleinstadt gar nicht klein genug, und ein umstrittener Caravaggio gar nicht verborgener in einem Provinzstädtchen sein kann, kurzum: das Natur- und Kultur-Arschloch übelster Sorte, wie es in… Weiterlesen →
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